Alkoholsucht

Die Alkoholsucht ist eine Erkrankung, die nicht nur körperliche und psychische Veränderungen mit sich ziehen kann, sondern auch das soziale Umfeld leidet an dieser Sucht.

Bei einer Alkoholsucht handelt es sich um eine Krankheit, bei der eine Abhängigkeit von psychotropen Substanzen besteht. Bei alkoholischen Getränken findet sich Alkohol in Form von Ethanol. Im Laufe einer Alkoholsucht kann sich der Konsum und auch die Beschaffung des Alkohols immer mehr zum Lebensinhalt entwickeln und den Lebensablauf auch maßgeblich beeinflussen. Typischerweise treten bei einer Alkoholsucht auch Zwänge auf, die sich auf die Beschaffung und den Konsum des Alkohols beziehen. Da das Trinken immer mehr im Vordergrund steht, werden alte Gewohnheiten immer mehr in den Hintergrund gedrängt.




Gegenüber dem Alkohol kommt es immer mehr zu Gewohnheitseffekten, was bedeutet, dass immer größere Mengen Alkohol getrunken werden müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die meisten Menschen, die an einer Alkoholsucht leiden, leugnen zudem ihre Krankheit und beginnen ein Gespann aus Lügen zu bauen, damit sie ihre Sucht auch weiter verborgen halten können. Da Alkohol aber Auswirkungen auf Körper und Psyche hat, können Menschen mit einer Alkoholsucht nur für einen bestimmten Zeitraum ihre Sucht unter Verschluss halten. Schon bald kann das Umfeld nicht mehr getäuscht werden.
In unterschiedlichen Diagnosesystemen werden nicht nur Abhängigkeitssymptome sondern auch der schädliche Gebrauch von Alkohol klassifiziert. Dabei werden auch Varianten beschrieben, bei denen zwar regelmäßig Alkohol getrunken wird, sich aber noch keine körperlichen Schädigungen zeigen.

Die Anzahl an Menschen, die an einer Alkoholsucht leiden, ist in den letzten Jahren immer mehr angestiegen und hebt sich auch deutlich von anderen Drogen ab. Die körperlichen und sozialen Folgeschäden sind bei Alkohol zudem auch um einiges höher, als bei anderen Suchtmitteln. Für vorzeitiges Sterben liegt der Konsum von Alkohol an dritter Stelle. Bei jungen Männern ist die Alkoholsucht in Europa die häufigste Todesursache.

Die Alkoholsucht wird schon seit 1849 als Krankheit bezeichnet. Dabei wurde zu beginn der akute und der chronische Alkoholiker unterschieden. Diese Erkenntnis hat aber lange keine Anerkennung gefunden. Erst 1951 wurde die Alkoholsucht als Krankheit anerkannt.










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